Es gibt immer wieder Phasen im Alltag, in denen wir Stress empfinden – gerade dann, wenn wir direkt von der Arbeit oder mitten aus dem Alltag ins Training kommen. In vielen Fällen kommen wir gestresst zum Training und versuchen dennoch, uns mit dem Training etwas Gutes zu tun – für unseren Körper, unsere Gesundheit und unsere persönlichen Ziele.
Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass es einen Unterschied zwischen körperlichem und emotionalem Stress gibt. Körperlicher Stress entsteht beispielsweise durch körperliche Belastung, zu wenig Regeneration oder Schlafmangel. Emotionaler Stress entsteht durch Druck, Sorgen, Anspannung oder die vielen Anforderungen des Alltags. Beide Formen können unseren Körper belasten – vor allem dann, wenn wir nicht ausreichend in die Erholung und Regulation zurückfinden.
Unter Stress schüttet der Körper unter anderem das Hormon Cortisol aus. Kurzfristig ist das eine normale und wichtige Reaktion. Bei dauerhaft erhöhtem Stress kann ein hoher Cortisolspiegel jedoch die Immunantwort beeinflussen und die Aktivität bestimmter Immunzellen, unter anderem der TH1- und TH2-Zellen, beeinträchtigen. Dadurch kann die Immunabwehr geschwächt werden und der Körper Krankheitserreger, insbesondere Viren, unter Umständen weniger effektiv bekämpfen.

Und Stress ist dabei nicht der einzige Faktor: Zu wenig Schlaf, eine unausgewogene Ernährung und fehlende Erholung können den Körper zusätzlich belasten und die Regeneration sowie die Funktion des Immunsystems beeinträchtigen.
Genau hier möchten wir mit unserem Training ansetzen. Gerade die emotionale Regulation spielt eine wichtige Rolle. Durch bewusstes und rhythmisches Atmen kannst du lernen, im Training anzukommen, aus dem Alltagsstress herauszukommen und deine Aufmerksamkeit wieder auf deinen Körper zu richten.
Neben rhythmischen und dynamischen Übungen helfen auch bewusste Haltungspositionen und gezielte Dehnübungen dabei, loszulassen, zur Ruhe zu kommen und den eigenen Körper wieder bewusster wahrzunehmen.
Auch EMS kann dabei einen positiven Reiz auf das Nervensystem setzen. Die elektrischen Impulse stimulieren die Muskulatur und können in Verbindung mit Bewegung und bewusster Atmung zu einem ganzheitlichen Trainingserlebnis beitragen. Bewegung und körperliche Aktivität können zudem die Ausschüttung von Botenstoffen wie Serotonin und Oxytocin unterstützen, die mit Wohlbefinden, Entspannung und sozialer Verbundenheit in Verbindung stehen.
Auch das familiäre Ambiente im Gruppentraining unterstützt dich dabei: Gemeinsam zu trainieren, sich aufgehoben zu fühlen und sich gegenseitig zu motivieren, schafft einen Raum, in dem du den Alltag für einen Moment hinter dir lassen und dich auf dich selbst konzentrieren kannst.
Denn Gesundheit bedeutet für uns nicht nur körperliche Veränderung, sondern auch, den eigenen Körper wahrzunehmen, emotional zu regulieren, ausreichend zu regenerieren und langfristig mehr Ruhe und Wohlbefinden in den Alltag zu bringen.